Kirmeskinder sorgen für großen Rummel

  • 24. Februar 2020

Tanzstudio „Let’s Dance“ präsentiert im Juni ein neues Musical – Erstmals in der Stadthalle

Karussells, gebrannte Mandeln, Lebkuchenherzen, Wahrsagerin – alles das findet sich im Juni in der Stadthalle. Dort lassen sich für die Woche die „Kirmeskinder“ nieder.

Es ist zwar schon die neunte Produktion vom Tanzstudio „Let’s Dance“, aber „Kirmeskinder“, so der Titel, ist eine besondere. Über 250 Teilnehmer, rund 300 Kostüme, zwei Jahre Vorbereitung – schon die Zahlen lassen Großes erwarten. Und groß wird es, so groß, dass erstmals die Stadthalle als Spielort ausgewählt wurde. So können gleich mehrere tausend Zuschauer bei den sechs Vorstellungen dabei sein. Knapp 3000 Karten sind schon weg!

Es sei schon ein Mammutprojekt, sagt selbst Tanzstudio-Leiterin Sabrina Alexiadis. Und sie kann es beurteilen, ist es doch bereits ihre neunte Produktion allein mit „Let’s Dance“ – von den vorherigen Aktivitäten mit Musik-Tanz-Theater-AG (MuTaTe) an der IGS ganz zu schweigen.

Der Titel „Kirmeskinder“ verrät den Schauplatz des komplett in Eigenregie entstandenen Musicals. Das Ensemble entführt die Zuschauer auf einen bunten Jahrmarkt mit allem, was dazugehört. Da gibt es eine orakelnde bärtige Frau, sich ständig streitende siamesische Zwillinge, den zu groß geratenen Zwerg und einen gestressten, schnell einmal den Überblick verlierenden Direktor. Zwischen all diesen schrägen Gestalten hat auch der fröhliche Waisenjunge Ben ein neues Zuhause und mit Ida eine beste Freundin gefunden. Dann taucht die undurchschaubare Nahla auf. Sie möchte ein Praktikum auf dem Jahrmarkt machen, doch Ben und Ida haben den Verdacht, dass Nahla ganz anderes im Schilde führt.

Mit dem Ende der vergangenen Produktion „Kopfsalat“ haben die Vorbereitungen für das neue Stück begonnen, erzählt Alexiadis. Nachdem die Geschichte geschrieben war und Simon Kasper als musikalischer Leiter den Soundtrack (für eine 20-köpfige Band) in seinen Grundsätzen entwickelt hatte, konnten die eigentlichen Proben aufgenommen werden. Bis zur Premiere am 21. Juni ist zwar noch einige Menge Arbeit nötig, trotzdem konnte das Ensemble auf dem Marineball im Dezember 2019 erste Aus- schnitte präsentieren. Daraus wurde inzwischen ein Trailer produziert und ins Netz gestellt. Anfang April steht noch eine dreitägige Theaterfahrt an (zum ersten Mal), um anschließend in wöchentliche Proben am Feinschliff zu arbeiten. Am 21. Juni wird „Kirmeskinder“ in der Stadthalle uraufgeführt. Dann folgen drei Schulvorstellungen (23. bis 25. Juni) und zwei öffentliche Aufführungen (27. und 28. Juni). „Dass wir in der großen Halle vor bis zu 1000 Zuschauern spielen können, ist toll. Wir sind alle schon ganz aufgeregt“, sagt die Leiterin.

Dankbar ist sie für die vielseitige Unterstützung, nicht nur auf Sponsorenseite. Das Kampfkunst-Studio Krebser und die Musikschule sind mit an Bord, Kulissen und Kostüme werden von Familienangehörigen gebaut bzw. genäht, BBS-Schüler kolorieren das Bühnenbild – alles ehrenamtlich, wie Sabrina Alexiadis betont. „Und alle sind mit Feuereifer dabei!“

Die Vorfreude ist groß, auch bei Lotta Klein von der Stadthalle. „Das wird eine sehr lebhafte Produktion. Und das eine ganze Woche lang. So etwas gab es hier noch nie!“